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Erziehungsgehalt
Das Erziehungsgehalt, auch Hausfrauengehalt genannt, ist konzipiert als Anerkennung und Entgelt der in den Familien geleisteten Arbeit zur Versorgung und Erziehung der Kinder. Das Entstehen der politischen Forderung nach einem Erziehungsgehalt wird auf ein Gespräch mit Joseph Beuys auf der Documenta 5 im Jahr 1972 zurückgeführt. Der Begriff „Gehalt“ steht nicht im engeren Sinne für ein Entgelt für ein weisungsgebundenes Arbeitnehmerverhältnis, denn die Verantwortung für die Sorge und Erziehung soll bei diesem Konzept weiterhin unangetastet bei den Eltern verbleiben, sondern er soll verdeutlichen, dass es sich um eine Entlohnung für eine konkrete Leistung handeln soll und nicht um eine Form der Sozialhilfe.In jüngster Zeit ist ein vergleichbares Konzept als Erziehungsprämie oder Erziehungsbonus als finanzielle Anerkennung von Erziehungsarbeit vorgeschlagen worden, von Kritikern auch abwertend „Herdprämie“ genannt; dieses Modell steht in der Kritik, da es Mütter davon abhalte, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Der Begriff Herdprämie wurde 2007 Unwort des Jahres, da er laut dem Juryvorsitzenden Horst Dieter Schlosser Eltern, insbesondere Frauen, die ihre Kinder zu Hause erziehen, diffamiere.